„Wir suchen Verstärkung für unsere Prellballgruppe“

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„Wir suchen Verstärkung für unsere Prellballgruppe“

Streiflichter-Interview mit Manfred Andresen, Prellballspieler der TSG Dülmen

Foto Bereits seit 1983 gehört zu den zahlreichen Angeboten der Leichtathletikabteilung der TSG Dülmen die Prellballgruppe, die sich jeden Dienstag von 19 bis 20.30 Uhr in der Turnhalle der Anna-Katharina-Emmerick-Schule trifft, um die in Nordrhein-Westfalen eher unbekannte Sportart Prellball auszuüben.
 

Dülmen. Bereits seit 1983 gehört zu den zahlreichen Angeboten der Leichtathletikabteilung der TSG Dülmen die Prellballgruppe, die sich jeden Dienstag von 19 bis 20.30 Uhr in der Turnhalle der Anna-Katharina-Emmerick-Schule trifft, um die in Nordrhein-Westfalen eher unbekannte Sportart Prellball auszuüben. Streiflichter-Mitarbeiter André Sommer ließ sich von Manfred Andresen, Ansprechpartner der TSG-Prellball-Gruppe erklären, worum es bei dem Mannschaftsspiel geht.

Streiflichter: Prellball gehört zu den Rückschlagspielen, aber wie genau läuft ein Prellballspiel ab?

Manfred Andresen: Gespielt wird auf einem ganz normalen Turnhallenfeld. Das Spielfeld wird in der Mitte durch ein 30 Zentimeter hohes Netz geteilt. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander, maximal treten vier Spieler in jedem Team an. Der Ball ist etwa so groß wie ein Fußball. Gefertigt ist er aus Wildleder, das macht ihn etwas griffiger. Jede Mannschaft hat das Ziel den Ball so auf den Boden der eigenen Spielfeldhälfte zu prellen, dass er über das Netz auf die Seite des Gegners gelangt. Dabei versucht man den Ball so zu spielen, dass dem Gegner die Annahme erschwert wird. Diese darf sowohl direkt aus der Luft als auch nach einer Bodenberührung des Balles erfolgen. Gespielt wird nur mit der Faust, dabei kann der Ball zweimal an Gegenspieler abgespielt werden, beim dritten Mal muss er aber geschlagen werden. Weder der Ball noch die Spieler dürfen die Leine berühren. Bei jedem Fehler einer Mannschaft wird der anderen ein Punkt gutgeschrieben. Gespielt wird, bis ein Team 15 Punkte erreicht hat.

Streiflichter: Man sagt, Prellball sei in den Jahren 1925/1926 entstand, als Turner den Ball zur Auflockerung ihrer Übungsstunden über eine umgedrehte Turnbank spielten. Seit wann wird in Dülmen Prellball gespielt?

Manfred Andresen: Ihren Ursprung hat die Gruppe in den 1970er Jahren. Damals wurde Prellball als Sportangebot der Volkshochschule angeboten. Im Laufe der Jahre bildete sich dann eine vereinslose Gruppe, die sich schließlich 1983 der TSG anschloss. Die meisten jetzigen Mitglieder sind schon lange dabei. Ich selbst kam im Beitrittsjahr in die Gruppe und betreibe den Sport damit schon seit fast 27 Jahren. Mich hatten zwei Nachbarn mitgenommen und ich stellte schnell fest, dass mir Prellball sehr viel Spaß macht.

Streiflichter: Wie viele Mitglieder hat ihre Gruppe derzeit?

Manfred Andresen: Momentan sind wir leider nur acht Spieler. Also genau zwei Mannschaften. Wir brauchen dringend frisches Blut. Das Alter und Geschlecht spielen dabei keine Rolle. Sieben der derzeitigen Gruppenmitglieder sind über 50, nur Tobias, der Sohn einer unserer Spieler, ist jünger. Eine Zeit lang hat auch die eine oder andere Ehefrau mitgespielt, das ist gar kein Problem, denn außer der Bereitschaft für ein bisschen Bewegung und der nötigen Balltechnik, gibt es keine Voraussetzungen.

Streiflichter: Können Neugierige ohne große Probleme ausprobieren, ob Prellball sie anspricht?

Manfred Andresen: Das ist gar kein Problem. Wer sich für unseren Sport interessiert, kann einfach dienstags um kurz vor 19 Uhr zur Anna-Katharina-Emmerick-Schule kommen und zuschauen oder gleich selbst mit einsteigen. Wir nehmen uns dann die Zeit, die Neulinge langsam an das Spiel heran zu führen und etwas Vertrautheit mit dem Ball zu vermitteln. Außer Hallenschuhen und normaler Sportkleidung braucht man nichts mitzubringen.

Streiflichter: Entstehen durch die Teilnahme irgendwelche Kosten?

Manfred Andresen: Eine Mitgliedschaft bei der TSG Dülmen ist aus versicherungstechnischen Gründen erforderlich. Also fallen nur die Mitgliedsbeiträge an. Wer sich erstmal mit der Sportart vertraut machen möchte, kann dies kostenlos tun, für das Schnuppern ist keine Mitgliedschaft nötig und es fallen keine Kosten an. Weitere Informationen hierzu bekommt man bei der Geschäftsstelle der TSG Dülmen. Diese kann man dienstags und donnerstags von 8.15 Uhr bis 11.15 Uhr unter (02594) 948453 erreichen.

Zur Person:

Manfred Andresen ist 61 Jahre alt und lebt seit seiner Geburt in Dülmen. Der Bankkaufmann ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Den ersten Kontakt mit der Sportart Prellball hatte vor fast 30 Jahre, als ihn zwei Nachbarn mit zur VHS-Prellballgruppe nahmen. Bei der TSG Dülmen spielt er seit 1983. Er ist Ansprechpartner für die Prellballgruppe.

Quelle: Streiflichter, April 2010