Die TSG schrieb Tischtennis-Geschichte.

Knapp 29 Jahre nach dem größten Triumph der Vereinsgeschichte am 08. Juni 1991 blickt die Dülmener Zeitung in ihrer Serie „Legendäre Sportereignisse“ noch einmal auf dieses historische Spiel zurück. Die Damen um Spitzenspielerin Tong Ling gewannen den TT-Europapokal.
Erst im damaligen Dülmener Olympikklub bei der offiziellen Siegesfeier wurde den Tischtennis-Damen um Trainer Markus Reuter bewusst, was sie Stunden zuvor geleistet haben. Die Blau-Gelben bezwagen das Spitzenteam von CSS Slinta Constanta im Euro-Kongress Aachen mit 5:3.
„Wir haben einen Pokal gewonnen, und zwar nicht irgendeinen Pokal, sondern den Europapokal“, rief Trainer Markus Reuter den zahlreichen Fans bei der Jubelparty zu.
Die erfolgreiche Mannschaft präsentierte den großen ETTU-Pokal, den sogenannten Nancy-Evans-Cup. Und auch erst zur vorgerückten Stunde merkte man den Spielerinnen an, was für ein Stein ihnen nach der knapp vierstündigen Begegnung im Hexenkessel von Aachen von den Herzen gefallen war. Denn die junge rumänische Mannschaft erwies sich als der erwartet schwere Gegner und lieferte sich vor den Augen der knapp 250 mitgereisten Dülmener und einer imposanten Kulisse packende Zweikämpfe.
Die ehemalige Einzel-Weltmeisterin Tong Ling im Dress der TSG Dülmen sorgte für den ersten Punkt. Sie lieferte sich auch mit der rumänischen Spitzenspielerin Emilia Ciosu die hochklassigste Partie. Trotz einiger unverständlichen Schiedsrichter-Entscheidungen behielt die Chinesin in Reihen der TSG Dülmen die Ruhe und gewann den ersten Durchgang sicher mit 21:12. Im zweiten Satz hatte sie dann mehr Mühe, ließ sich zunächst in die Defensive drängen, holte aber nach einem zwischenzeitlichen 9:9 den Durchgang mit 21:15.
Dülmens Nummer zwei, Olga Nemes, die in Rumänien geboren wurde, ging angeschlagen ins Spiel und lieferte eine wahre Energieleistung ab. Denn einen Tag vor ihrem damals 23. Geburtstag musste Nemes trotz gesundheitlicher Probleme gleich zwei ihrer drei Matches über drei Sätze spielen. Nemes steuerte einen Punkt zum Europapokaltriumph bei. Der war aber auch extrem wichtig, denn wenn Dülmen zu dem Zeitpunkt noch weiter ins Hintertreffen geraten wäre, wäre die Partie wohl entschieden gewesen.
Am Ende behielt Ilka Böhning die Nerven, die die damalige Auswahlspielerin Adriana Nastase in drei Sätzen mit 21:13, 11:21 und 21:19 niederrang und so für den größten Triumph in der Vereinsgeschichte der Blau-Gelben sorgte.
Nach dem Spiel lobte Mihovil Katetanic, Präsident der Europäischen Tischtennis-Union, das hohe Niveau des Europapokalfinales und überreichte den Pokal an die Dülmenerinnen. Siegfried Schmitz, damaliger TT-Abteilungsleiter, freute sich „über den Sieg gegen einen unbekannten, aber starken Endspielgegner.“ Dülmens damaliger Bürgermeister Karl Ridder, der dem Finale in Aachen mit einer Delegation beiwohnte, überbrachte dem erfolgreichen Team um Markus Reuter Glückwünsche.
Und anschließend wurde noch lange gefeiert. Zu Recht. Denn ein Jahr später erreichten die TSG-Damen noch einmal das ETTU-Pokalfinale, verloren da aber beim Heimspiel gegen Tempo Team Amsterdam mit 1:5.

Foto: Mit dem ETTU-Pokal kamen die erfolgreichen Tischtennis-Damen der TSG Dülmen in den damaligen Olympik-Klub und wurden von Bürgermeister Karl Ridder (r.) empfangen.

Quelle Text und Foto: Dülmener Zeitung

#NurdieTSG #legendär


Unsere Sponsoren:

Ford Wille Hibbe Truckservice VR Bank Westmünsterland Sparkasse Westmünsterland Bleker PolPublik AR Münsterland Vodaphone Joyn us Thormann Stadtgrill Mierisch EDV