Ergebnis der Spruchkammersitzung

Am Mittwoch, 16.11.2016 erfolgte in einer über 2-stündigen Verbandsspruchkammersitzung das „Nachspiel“ zum Spiel gegen SV Burgsteinfurt. Zur Erinnerung: Aufgrund einer ausgesprochen diskussionswürdigen Schiedsrichterleistung, kam es zu zwei Roten Karten und einem Sonderbericht des Schiedsrichters. Markus Fischer war Gegenstand des Verfahrens als Beschuldigter, genauso wie die TSG Dülmen als Verein, da kein ausreichender Ordnungsdienst vorhanden war, der es dem Schiriteam ermöglichte, unbehelligt den Platz zu verlassen.

Markus Fischer wurde zu einer Sperre von 4 Pflichtspielen wegen eines Falls von Unsportlichkeit verurteilt. Hier machte der Vorsitzende Herr Schierlorz klar, dass man Markus Fischers Verhalten in anderen Kammern durchaus auch als minder schweren Fall der Tätlichkeit gewertet hätte, da einen Berührung des Schiedsrichters im Raum stand und ein „drohendes Aufbauen“ vor dem Schiedsrichter. Letzten Endes wurde Markus Fischer nur zu einer Sperre von 4 Pflichtspielen verurteilt für „Unsportliches Verhalten“. Hierfür reicht es im Übrigen auch schon aus, wenn ein mit Rot bedachter Spieler den Rasen wieder betritt, was Markus Fischer völlig unstrittig nach dem Spiel auch tat. Dennoch zeigte man auch Verständnis für das Verhalten von Fischer, indem man einräumte, dass die zuvor erteilte Rote Karte wohl nicht regelkonform war, was in letzter Konsequenz aber nichts an der später erfolgten „Unsportlichkeit“ änderte, da es sich bei der gezeigten Roten Karte um eine Tatsachenentscheidung handelte, die immer eine Sperre von minimal einem Spiel nach sich zieht.

Die TSG Dülmen muss 500 Euro Ordnungsgeld zahlen, da der Ordnungsdienst nicht ausreichend funktioniert hat und trägt die Verfahrenskosten. Vor allem das Anrempeln eines Zuschauers gegenüber dem Linienrichter wurde der TSG zum Verhängnis. Dieses bestätigte der Linienrichter vor der Kammer. Die TSG konnte dieser Behauptung auch nicht nachweislich wiedersprechen. Auch hier ließ der Vorsitzender nach eigenen Angaben eher Milde walten, mussten doch andere Vereine in vergleichbaren Fällen weitaus höhere Strafen zahlen. Unter dem Strich wurde der TSG Dülmen noch zu Gute gehalten, dass mit Karl-Heinz Helmer, Gerd Nowack und anderen ein Ordnungsdienst vor Ort war. Unter dem Strich ein völlig unnötiges Verfahren, welches für die TSG sehr kostspielig war, da auch die Verfahrenskosten noch getragen werden müssen. Die TSG Dülmen hat das Urteil akzeptiert.

Wir bitten für die Zukunft alle Blau-Gelben: Egal, ob wir in unseren Augen verpfiffen werden oder nicht. Der Schiedsrichter ist weder verbal und selbstverständlich schon gar nicht körperlich zu attackieren. In einem ähnlichen Fall würden wir als Wiederholungstäter gelten und die Strafe würde noch erheblich empfindlicher ausfallen.


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