Mit Straßenkickern zum Erfolg.

Trainer Hansi Kablau und sein Kapitän Rudi Mischer feierten vor fast 50 Jahren den größten Erfolg einer unserer Nachwuchsmannschaften. Die B-Junioren-Kicker wurden sensationell im Sommer 1971 Westfalenmeister.
An das Finale selber im Rußheide-Stadion von Fichte Bielefeld kann sich Kablau gar nicht mehr so genau erinnern. „Mehr Details sind mir von den knappen Runden zuvor in Erinnerung geblieben“, so der Fußball-Trainer. Bis heute eines der besten Junioren-Resultate in Dülmen.
Durch die Saison waren die Blau-Gelben ohne große Mühen gekommen. Am Ende der regulären Spielzeit standen die Jung-TSGer verlustpunktfrei und mit einem sensationellen Torverhältnis von 92:7 vor Rasensport Coesfeld an der Tabellenspitze.
In der Finalrunde stotterte der TSG-Motor zunächst. Beim SuS Neunkirchen gab es nur ein 1:1. Das Entscheidungsspiel verfolgten erneut 400 Zuschauer und sahen dann einen verdienten 2:0-Erfolg unseres Teams.
„Das Interesse an Fußball damals war riesengroß“, erinnert sich Kablau, der selber mit damals 24 Jahren nur knapp älter als seine Spieler war.
Dass der TSG-Nachwuchs dennoch so gut funktionierte, lag nach Meinung von Kablau an der guten Mischung. „Wir haben ein solides 4:3:3-System noch mit echtem Libero sowie Stopper gespielt. Vorne hatten wir drei Spitzen und mit Wolfgang van Horn einen Spieler in der Mitte, der die unmöglichsten Dinger reinmachte.“
Das Viertelfinale gegen den SC Oelde war mit einem 5:0 im eigenen Stadion eine deutliche Angelegenheit. In der darauffolgenden Runde wartete in der Sportschule Wedau mit Eintracht Gelsenkirchen ein starker Gegner. Trotz einer zunächst sicher wirkenden 2:0-Führung mussten die Blau-Gelben am Ende zittern. „Das war wirklich nervenaufreibend“, erinnert sich Kablau. Denn am Ende der regulären Spielzeit stand es 4:4. Die zwei Mal fünfminütige Verlängerung brachte keinen Treffer, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fiel. Hier zeichnete sich Torhüter Werner Reick im Kasten der Blau-Gelben aus, der zwei Schüsse der Gelsenkirchener abwehren konnte.
Nach dem Sieg im Halbfinale gegen die Sportfreunde Siegen trafen unsere Jungs im Finale in Bielefeld auf niemanden geringeres als den Lokalmatadoren von der Arminia. Doch den Heimvorteil konnten die Bielefelder gar nicht ausnutzen, da der TSG-Nachwuchs eine spielerische und taktische Meisterleistung ablieferte. Über 1.000 Zuschauer verfolgten die Partie, darunter auch die Dülmener Stadtspitze mit Bürgermeister Rudolf Schlieker.
„Da überhaupt hingekommen zu sein, war schon eine super Sache“, erinnert sich Kablau auch heute noch gerne an die erfolgreiche Zeit, denn das Endspiel entwickelte sich zu einer deutlichen Angelegenheit, denn unser Nachwuchs triumphierte verdient mit 3:0. „Ich erinnere mich nur noch, dass wir anschließend auf einem Bankett waren, danach auf dem Marktplatz in Dülmen empfangen und anschließend im Vereinslokal gefeiert wurden.“
Den Erfolg führt Kablau dabei auch die richtige Mischung im Team zurück: „Wir hatten sowohl Instinkfußballer als auch richtige Malocher. Weil das Angebot an sportlichen Alternativen damals noch nicht so groß war, waren das noch alles Jungs, die täglich auf der Straße gekickt haben.“

Foto: Meister-Trainer Hansi Kablau (o.l.) mit seinem Team: (o.R.v.l.) Rudi Mischer, Hans-Jürgen Beck, Rüdiger Smarra, Peter Laspe, Josef Altrogge, Wolfgang van Horn, Jürgen Hoffmann, Hans Mölleck und Jugendobmann Otto Steinbrenner.
Zudem (u.R.v.l.) Bruno Bertelsbeck, Heiner Nolte, Uwe Behrend, Jürgen Ströher, Werner Reick, Wolfgang Skaliks, Rüdiger Lücke und Dieter Rüsweg.
Nicht auf dem Bild zu sehen ist Betreuer und Co-Trainer Klemens Segbert.

Quelle: Dülmener Zeitung

#NurdieTSG #damalswieheute


Unsere Sponsoren:

Ford Wille Hibbe Truckservice VR Bank Westmünsterland Sparkasse Westmünsterland Bleker PolPublik AR Münsterland Vodaphone Joyn us Thormann Stadtgrill Mierisch EDV