Qualifikation zur Deutsche-Jugend-Mannschafts-Meisterschaften (DJMM)

Bericht v. Michael Hornig

Bü.Am vergangenen Samstag fanden in Coesfeld die Mannschaftsmeisterschaften der Leichtathleten statt. Die TSG- Jungen um Trainer Michael Hornig konnten dieses Jahr endlich wieder eine, wenn auch knapp besetzte, Mannschaft stellen. Insgesamt fünf Mannschaften nahmen teil. Jeder Sportler darf dabei nur in drei Disziplinen eingesetzt werden. Pro Disziplin kommen die zwei besten Ergebnisse jeder Mannschaft in die Gesamtwertung.

Nachdem die Verteilung der TSG- Jungen feststand, musste schon vor dem Wettkampf eine neue Aufstellung vorgenommen werden, da sich Torsten Schellhove beim letzten Training einen Bruch des Schlüsselbeins zugezogen hatte. Nach dem ersten Schock waren die Jungen aber dennoch zuversichtlich und erst recht hochmotiviert, ein achtbares Ergebnis herauszuholen.

 

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Die Mannschaft der TSG, Trainer Michael Hornig rechts

Der Wettkampf begann mit der Paradedisziplin der TSG-Jungen, dem Hochsprung. Hier wollte man möglichst viele Punkte holen, um ein kleines Punktepolster aufzubauen. Dass die beiden Hauptdarsteller von Seiten der TSG, Florian Hornig und David Schepp, dabei nicht nur die Gegner erstaunten, sondern sämtliche Zuschauer in ihren Bann zogen, lag vor allem an dem noch recht kleingewachsenen, zierlichen Florian. Er stieg bei einer Höhe von 1,56m in den Wettkampf ein, zeigte keinerlei Nerven und übersprang alle weiteren Höhen im 4cm- Abstand immer gleich im 1. Versuch bis zur sagenhaften Höhe von 1,80m mit technisch hervorragenden Sprüngen. Bei 1,84m wurde ihm seine Körpergröße von 1,65m bewusst und er verzichtete nach dem 1. Versuch, bei dem er die Latte unterlief, auf weitere Sprünge, zumal ja noch zwei weitere Disziplinen anstanden.

David ließ sich, angespornt von den Leistungen Florians nicht lumpen, stieg bei 1,60m ein, ließ die nächste Höhe aus, um bei 1,68m weiterzuspringen und schaffte alle Höhen bis zur 1,76m im 1. Versuch. Hier strapazierte er die Nerven des Trainers unnötig und meisterte die Höhe erst im 3. Versuch, um dann auch die 1,80m souverän beim ersten Sprung zu schaffen. Er versuchte sich dann noch dreimal bei 1,84m, scheiterte jedoch jedes Mal äußerst knapp.

Dieser grandiose Wettkampfstart beeindruckte die Gegner enorm und brachte mit 1250 Punkten nicht nur den Tagessieg in einer Disziplin, sondern auch einen Punktevorsprung von 212 Punkten ein. Dass man diesen Vorsprung im Verlauf des Tages noch einbüßen würde, war allen Beteiligten klar, aber sehr zur Freude ihres Trainers holten alle Jungen alles aus sich heraus und es hagelte eine persönliche Bestleistung nach der anderen.

Den Anfang machten im 100m-Sprint Vincent Scheda, der 13,33 sec lief und der mit Linus Scholz, er blieb mit 13,76sec. knapp unter seiner Bestleistung, 899 Punkte erlief. Es folgten die Wurfdisziplinen Kugel und Speer. Hier schraubte David Schepp seine Kugelweite auf eine neue Bestleistung von 12,72m und den Speer ebenso auf eine neue Bestweite von 45,50m. Ebenso gelang Felix Woltering im Kugelstoß mit 6,52m eine neue Bestleistung. Vincent Scheda schrammte beim Speer mit 26,05m knapp an seiner Bestmarke vorbei.

Nach diesen vier Wettbewerben lag man zur Wettkampfhalbzeit auf Platz 3 hinter LAC Veltins Hochsauerland und der STG Rhede- Sonsbeck, die der Region Nordrhein angehören. Die STG Kreis Lüdinghausen und die LG Coesfeld waren jedoch auf Tuchfühlung und die folgende 4x100m Staffel sollte wieder für einen Vorsprung sorgen.

Durch die schon im Vorfeld aufgrund der Verletzung Schellhoves veränderte Aufstellung und die dadurch geringe Trainingszeit waren die Jungen etwas nervös. Zudem brach beim Aufwärmen bei Nick Hörsting eine alte Oberschenkelverletzung wieder auf und es wurde etwas hektisch. Da dem Trainer nur sieben Jungen zur Verfügung standen und daher nur eine Staffel gemeldet war, biss Nick die Zähne zusammen und stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Dies sollte sich auszahlen, denn die Jungen liefen ein beherztes Rennen und kamen als Dritte mit 38 Punkten Vorsprung vor den Viertplazierten ins Ziel.

Für Nick bedeutete sein Einsatz jedoch das Aus für den 80m-Hürdensprint und den 800m-Lauf. Im 80m-Hürdensprint sprang für ihn Felix Woltering in die Bresche und erlief mit 16,17 sec eine neue persönliche Bestleistung. Florian Hornig gelang es trotz schwerer Beine nach dem Hochsprungwettkampf das erste Mal unter 13 sec zu bleiben und er sprintete in 12,96 sec mit neuer Bestleistung über die Ziellinie.

Dass er nach dem Sprint jedoch ohne Pause beim Weitsprung antreten musste, war schon eine Herausforderung für ihn und ein Vorteil für die vorderen platzierten Teams, die einfach eine zahlenmäßig größere Mannschaft aufbieten konnten. Florian holte gleich beim 1. Sprung alles aus sich heraus und sprang gute 5,01m. Er ließ dann einen Sprung aus, kam aber in den anderen Versuchen nicht mehr weiter. Der zweite Springer auf Seiten der TSG, Johann Becks, hatte sich mit leichten Oberschenkelproblemen zu plagen, biss aber wie zuvor Nick Hörsting die Zähne zusammen und sprang 4,36m weit. Diese Weiten reichten, um den 3. Platz zu halten und im abschließenden 800m-Lauf liefen Linus Scholz mit 2:33,57min und der angeschlagene Johann Becks mit 2:40,86min noch einmal persönliche Bestleistungen heraus.

Mit insgesamt 7703 Punkten und einem im Vorfeld nicht unbedingt für möglich gehaltenen 3. Platz nahmen die TSG-Jungen stolz den Pokal entgegen. Mit dieser Punktzahl sollten sie sich auch für das Finale der besten acht westfälischen Mannschaften Ende September in Gütersloh qualifiziert haben. „Wenn dann alle wieder richtig fit sind, vielleicht ist dann noch das eine oder andere Pünktchen mehr drin“, freute sich Trainer Michael Hornig riesig über die tolle Mannschaftsleistung und die vielen persönlichen Bestleistungen seiner Jungen kurz vor der wohlverdienten Sommerpause.


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