U18-Leichtathleten der TSG erfolgreich bei Westfalenmeisterschaften in Hagen

Mit nur 3 Teilnehmern aber 4 errungenen Titeln und einem 3. Platz stellte sich die Leichtathletikabteilung der TSG Dülmen bei den Westfälischen Meisterschaften der U18 in Hagen als der erfolgreichste Verein im gesamten Kreisgebiet dar. Dies lag zum einen an den in der bisherigen Saison auf hohem und beständigem Niveau agierenden Athleten Klara Koppe und Florian Hornig, zum anderen aber auch an Zehnkämpfer David Schepp, der nach überstandener Verletzung wieder an Wettkämpfen teilnehmen konnte und gleich in 5 Disziplinen an den Start ging. Damit sollte er sich wieder an den Wettkampfmodus eines Mehrkämpfers gewöhnen.


David Schepp und Florian Hornig

Es zeigte sich wieder einmal, dass David in den Wurfdisziplinen nur schwer zu schlagen ist. Beim Speerwurf schockte er schon im ersten Versuch die Konkurrenz mit der neuen Bestweite von 58, 67 m, die er im letzten Versuch dann sogar auf die hervorragende neue Bestweite von 62,09 m erhöhte. Er gewann somit den Speerwurf mit über 6 Metern Vorsprung auf den Zweitplatzierten Malik Diakite von der LG Lippe-Süd, der 55,91m weit warf und rangiert zudem mit der Leistung zur Zeit auf Platz 10 in der deutschen U18-Bestenliste. Beim Diskus sollte es dann jedoch wesentlich spannender werden. Bis zum 5. Versuch kam David mit dem stumpfen Ring und der Drehung überhaupt nicht klar und hatte nur eine Weite von 34,47 m vorzuweisen, was Platz 8 bedeutet hätte. Zu diesem Zeitpunkt lag Florian Oberlies mit geworfenen 43,22m aus dem 3. Durchgang in Führung. Im 5. Versuch gelang ihm laut Trainer Michael Hornig ein einigermaßen passabler Wurf und er schaffte es, seinen Diskus 3cm weiter zu werfen, nämlich auf 43,25m. Somit schnappte er Oberlies den schon sicher geglaubten Titel doch noch weg und holte sich Titel Nummer 2. Beim Weitsprungwettkampf passten der Anlauf und der Absprung überhaupt nicht, so dass Schepp mit nur 5,75m den Endkampf verpasste und Rang 9 belegte. Den nächsten Wettkampf, die 110m Hürden lief er zum ersten Mal, da in der Halle nur 60m gelaufen werden. Mit einer für ihn zu erwartenden Zeit von 15,67 sec hätte er sich für den Endlauf qualifiziert, er verzichtete jedoch aufgrund des Stabhochspringens, das er aufgrund der wenigen Wettkampfmöglichkeiten auf jeden Fall mit machen sollte. Durch das große Teilnehmerfeld (12 Springer) und der zusätzlichen Zusammenlegung mit 6 Springern aus der U20 wurde der letzte Wettkampf für David in der sonntäglichen Nachmittagshitze zur Geduldsprobe. Er stieg bei 3,50m in den Wettkampf ein, wechselte ab 3,70m zwei Mal den Stab und schaffte auch hier am Ende eines langen Wettkampfwochenendes mit übersprungenen 4 Metern eine neue persönliche Bestleistung, die in der Endabrechnung Rang 4 bedeutete. Diese Ergebnisse machten ihn und den Trainer im Hinblick auf die Dt. Mehrkampfmeisterschaften im August zuversichtlich.

Mittelstreckenläuferin Klara Koppe stellte sich bei diesen Meisterschaften nicht nur der 1500m-Strecke, sondern vor allem den sehr hohen Temperaturen am frühen Sonntagnachmittag. Dies trauten sich anscheinend nicht alle Läuferinnen zu, denn von 10 gemeldeten Athletinnen traten nur 6 auf der Tartanbahn gegeneinander an. Aufgrund der äußeren Bedingungen war klar, dass keine Bestleistung gelaufen werden konnte, sondern dass das Rennen von Taktik geprägt sein würde. Klara hielt sich von Anbeginn an Position 3 und lief ein gleichmäßiges Tempo mit den zwei Vorderleuten. Schon früh konnten die 3 Läuferinnen hinter ihr das Tempo nicht mithalten und nach 600 Metern setzte sich das Trio immer mehr ab. Als die zweitpositionierte Läuferin auch immer langsamer wurde, reagierte Klara rechtzeitig und überlief diese, um die Lücke zur Spitzenläuferin schließen zu können. An Position 2 hielt sie sich geschickt bis 150 Meter vor dem Ziel. In der letzten Kurve nutzte Klara dann das Überraschungsmoment, zog das Tempo noch einmal an und überholte die Läuferin an der Spitze. Diese konnte nicht mehr folgen und Klara holte sich überglücklich in einer Zeit von 4:51,71 min vor der Zweitplatzierten Angelina Geitz von der LG Olympia Dortmund, die 4:52,76 min benötigte, den Westfalentitel.


Klara Koppe

Florian Hornig trat im Hoch- und Dreisprung an und musste leider aufgrund von Zeitplanänderungen auf den 110m-Hürdenlauf verzichten. Seine erste Disziplin war am Samstag der Hochsprung, bei dem er mit einer für ihn geringen Höhe von 1,75m einstieg, um einen verlängerten Anlauf austesten zu können. Dieser Umstand und die große Anzahl von 14 Springern führten zu einem langen Wettkampf, bei dem Hornig immer unkonzentrierter wurde. So benötigte er bei den Höhen 1,86m und 1,92m jeweils 3 Versuche, was zusätzlich zum verlängerten Anlauf zu einem Kräfteverschleiß führte. Die 1,95m schaffte er daher an diesem Tag nicht, errang jedoch höhengleich mit dem Zweitplatzierten Florian Oberlies aufgrund der vielen Fehlversuche am Ende noch zufrieden Platz 3, wohl wissend, dass mehr Potenzial in ihm steckt, was er mit übersprungenen 1,97m vor 2 Wochen in Recklinghausen schon bewiesen hat.

Am Sonntag stand der Dreisprung auf dem Plan, bei dem er aufgrund der Meldeleistung als haushoher Favorit galt. Diese Position untermauerte er mit einer tollen Sprungserie, bei der er in 3 Versuchen über seine bisherige Bestmarke von 13,36m kam. Der weiteste Satz landete bei sehr starken 13,63m, was ihm nicht nur mit über 1 Meter Unterschied zu Platz 2 den Westfalentitel einbrachte, sondern ihn zwischenzeitlich auch auf Platz 8 in der deutschen U18- Bestenliste katapultierte. Alles in allem verlief das Wochenende für die jungen Dülmener Sportler sehr erfolgreich und lässt für die kommenden Wochen hoffen, denn mit den NRW-Meisterschaften Mitte Juli und den Dt. Meisterschaften im August stehen noch zwei hochwertigere Meisterschaften bevor.

 


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