Westfälische Leichtathletik-Hallenmeisterschaften

David Schepp und Florian Hornig holen Titel in Dortmund.

Bü. Einen mit nur wenigen Pausen, aber mit zahlreichen Erfolgen gespickten Wettkampftag, lieferten David Schepp und Florian Hornig ihrem Trainer Michael Hornig.


Florian Hornig und David Schepp

Von den beiden Talenten begann den langen Tag David um 10.30 Uhr mit dem Stabhochsprung. Da die Favoriten, die in dieser Disziplin reine Spezialisten sind, nicht angetreten waren, lief die Titelvergabe über die Mehrkampfathleten, die allesamt den Wettkampf als Vorbereitung für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften am kommenden Wochenende in Hamburg ansahen. Schnell zeigte sich, dass das intensive Training und einige Trainingswettkämpfe David in dieser Disziplin technisch sehr weit nach vorne gebracht haben. Er stieg als einziger Athlet erst bei 3,50m in den Wettkampf ein, um nicht vom weichen auf den härteren Stab umsteigen zu müssen. Die ersten drei Höhen bis 3,70m nahm er alle sehr sicher im 1. Versuch. Von da an war er alleine im Wettkampf, da der Zweitplatzierte an der Höhe von 3,70m dreimal scheiterte. Sowohl die 3,80m als auch 3,90m nahm er dann im 2. Versuch und sicherte sich souverän den Westfalentitel mit einer Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung um 10 cm.

Auf den Stabhochsprung folgte für ihn in der Mittagszeit der Weitsprung. Hier sollte er das erste Mal in dieser Saison mit einem längeren Anlauf starten. Über 5,90m im 1. Versuch, 5,93m im 3. Versuch gelang ihm dann im 4. Versuch ein Sprung auf 6,01m, der ihm in der Endabrechnung Platz 6 einbrachte.

Den Wettkampftag beschloss er dann mit dem Kugelstoßen. Hier fehlten ihm heute ein wenig die Schnelligkeit und Spritzigkeit, die ihm in Köln vor 14 Tagen einen Stoß von 14,61m eingebracht hatten. David kämpfte sich jedoch in gewohnter Manier in den Wettkampf hinein und erreichte im 5. Versuch eine respektable Weite von 13,63m, die ihm hinter drei älteren Athleten des U-18 Jahrganges Platz 4 einbrachten. Mit den gezeigten Leistungen blicken Trainer und Athlet zuversichtlich auf das kommende Wochenende in Hamburg.

Athlet Nummer 2, Florian Hornig, hatte einen perfekten Tag mit drei persönlichen Bestleistungen erwischt. Für ihn begann der Wettkampf mittags mit dem Dreisprung. Auch er trat zum ersten Mal in dieser Saison mit einem verlängerten Anlauf an. Wichtig war es daher, gültige Versuche zu erreichen und das Anlauftempo bei den drei folgenden Sprüngen halten zu können. Florian begann verhalten mit 12,70m und 12,62m, steigerte sich dann jedoch mit drei Sprüngen über13m, wobei der weiteste Satz auf 13,10m eine neue persönliche Bestleistung und den Westfalentitel mit einem respektablen Abstand zum Zweitplatzierten Maurice Reiff (12,20m) einbrachte.

Ohne große Pause wechselte er dann vom Drei- zum Hochsprung. Nach kurzem Einspringen begann er den Wettkampf bei einer Höhe von 1,77m. Diese und auch die nächsten beiden Höhen 1,82m und 1,87m nahm er sauber im 1. Versuch. Ab dieser Höhe waren nur noch zwei Springer im Wettbewerb. Für die 1,90m brauchte Florian 2 Versuche, während sein Konkurrent Domenique Gürth aus Paderborn diese Höhe im 1. Versuch meisterte. Nun musste Florian bei 1,93m vorlegen und möglichst im 1. Versuch über die Latte fliegen, aber bei seiner Sprungvorbereitung gab es eine unvorhersehbare Unterbrechung. Weitspringer der Männerklasse, deren Anlauf den Anlaufbereich der Hochspringer durchquerten, haben ohne Absprache seine Anlaufmarke entfernt, so dass er mitten im Wettkampf seinen Anlauf neu ausmessen musste. Aus seiner Konzentration gebracht, benötigte er dann für die 1,93m auch einen 2. Versuch, während sein Gegner diese Höhe im 1. Versuch meisterte. Beide scheiterten dann dreimal an 1,96m. Somit wurde Florian aufgrund seiner Fehlversuche trotz gleicher Höhe Zweiter mit einer neuen persönlichen Bestleistung.

Den Abschluss des Tages bildete für ihn dann am Abend der 60m –Hürdenlauf. Florian lief trotz verschlafenem Start im dritten von drei Vorläufen mit 9,13 sec eine neue persönliche Bestzeit und qualifizierte sich damit für den Endlauf. Hier mobilisierte er noch einmal alle Kräfte und schaffte, obwohl er wiederum einen schwachen Start hinlegte, aufgrund seiner stark verbesserten Hürdentechnik eine nochmalige Verbesserung seiner Bestzeit auf 9,08 sec., was ihm den 5. Platz einbrachte.


Florian, Michael und David

Trainer Michael Hornig ist gespannt, ob seine Schützlinge in den kommenden Wochen, in denen noch einige Wettkämpfe anstehen, ihre jetzt schon tollen Leistungen halten oder gar verbessern können.


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